Abschlussfahrten

In der Woche vom 09.10. bis zum 13.10. waren wir zur Abschlussfahrt in Berlin unterwegs. Am Anfang der Reise machten wir uns  um 8 Uhr am Montagmorgen mit dem Bus auf die acht Stunden lange Fahrt. Diese war für viele sehr unterhaltsam, da sie zusammen ein Nintendo- Spiel spielten. Als wir dann in der Jugendherberge ankamen, begann der eigentliche Teil unserer Studienfahrt mit dem Zimmerbezug und dem Abendessen, nach dem wir noch einen Spaziergang zum Brandenburger Tor machten und uns das „Festival of Lights“ ansahen. Am Dienstag ging es mit einer Stadtrundfahrt weiter, bei der wir an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeifuhren. Nach einer Mittagspause in der Mall of Berlin gingen wir am Holocaust- Mahnmal vorbei zum Bundestag, wo wir eine Führung erhielten und uns auf dem Dach des Gebäudes einen Überblick über die Umgebung verschaffen konnten. Am Abend stand noch die Disko „Matrix“ auf dem Plan, in der alle sehr viel Spaß hatten, viel tanzten  und den Aufenthalt dort auch sonst sehr genossen. Der nächste Tag begann mit der Besichtigung des Fernsehturms, auf dem wir uns einen guten Überblick über die Ausmaße der Hauptstadt verschaffen konnten. In unserem nächsten Programmpunkt, der Gedenkstätte Berlin- Hohenschönhausen (auch Stasi- Gefängnis), berichteten uns Zeitzeugen aus der Zeit der Stasi und schilderten uns ihre eigenen Erfahrungen. Nach einer einstündigen Mittagspause in der sich alle mit Essen versorgten, stand das Gruselkabinett „Berlin Dungeon“ auf dem Plan, das eigentlich mehr lustig als gruselig war. Darauf folgten noch die Rückkehr zur Herberge und das Abendessen, bevor wir uns auf den Weg zu unserem letzten Programmpunkt, einem Improvisationstheater machten, das für die meisten klar den Höhepunkt der Fahrt darstellte.  Tag vier unserer Reise fing mit einer Mauertour und dem Besuch der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ an, ging nach der Mittagspause mit einem Aufenthalt im Technikmuseum, in dem wir uns die usstellung „Science Center Spektrum“ ansahen, weiter  und endete schließlich mit einem Spaziergang zum Kurfürstendamm. Am letzten Tag dieser sehr aufregenden Woche fuhren wir nach dem Verladen der Koffer nach Potsdam, wo uns Frau Lange noch eine Führung durch den Park des Schlosses Sanssouci gab. Am Ende deckten sich alle noch mit Vorräten für die achtstündige Rückfahrt ein, und schließlich machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Zusmarshausen, wo wir um neun Uhr abends ankamen. Alles in allem kann man sagen, dass diese Woche für alle sehr abwechslungsreich war und für alle etwas Interessantes dabei war.

Am Montag, den 25. September 20 ging es für die Schüler der Klassen 10 d, 10 e und 10 f auf Abschlussfahrt in die Toskana. Bereits um 5:00 Uhr in der Früh fuhren wir mit den Lehrkräften Herr Abele, Frau Dopfer, Herr Frantz, Frau Unfried und Herr Schmitt mit zwei Bussen los. Zu Beginn der Fahrt schliefen noch mehrere Schüler und gegen 9:00 Uhr, nachdem alle munter waren, hörte man gemeinsam Musik und unterhielt sich.

Schon bald hatten wir die deutsche Grenze passiert und befanden uns in Österreich. Von dort aus ging es weiter in die Schweiz und anschließend nach Italien. Auf der Busfahrt konnten wir unter Anderem schöne Bergpanoramas genießen. Nach mehreren Pausen und unterhaltsamen Stunden Busfahrt kamen wir schon in der Toskana an. Dort wurden wir von schönem Wetter und Sonnenschein empfangen, kein Vergleich zu dem kalten und nebligen Wetter bei unserer Abfahrt in Deutschland.

Nachdem wir mehrere kleine Dörfer und einzelne Häuser passiert hatten, kamen wir auch schon an unserem Zielort Torre del Lago an. Der Campingplatz mit unseren Bungalows lag etwas außerhalb, wir haben ihn jedoch zügig gefunden. Nach Aufteilung der Bungalows verräumten wir schnell unsere Sachen und machten uns auf, den Campingplatz zu erkunden. Der vorhandene Fußballplatz sorgte besonders bei den Jungs für Begeisterung.

Am nächsten Morgen mussten wir leider früh aufstehen, da ein Ausflug nach Florenz anstand. Nach einer ca. zweistündigen Fahrt kamen wir in der Florenzer Innenstadt an und waren sofort mitten im Geschehen. Unsere Stadtführerin erwartete uns bereits und wir starteten unsere Erkundungstour durch Florenz. Besonders beeindruckt hat die meisten die Kathedrale von Florenz mit ihrer immensen Größe und ihren vielen Verzierungen. Ein Highlight am Ende der Stadtführung war für alle das Mittagessen im Hardrock Café.  Alle Schüler und auch die Lehrer waren sehr froh um diese Pause, immerhin sind wir fast durch die komplette Florenzer Innenstadt gelaufen. Nach dem Essen und einer kleinen Shoppingtour durch den Souvenirshop des Hardrock Cafes, durften wir in kleinen Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden. Die Zeit verging wie im Flug und schon war der Ausflug leider zu Ende und es ging zurück zum Campingplatz.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen sind wir wieder sehr früh Richtung Pisa aufgebrochen. Nach einer knappen Stunde hatten wir den berühmten schiefen Turm von Pisa erreicht. Um den Turm herum wimmelte es nur so von Touristen und wir hatten Mühe ein Klassenbild vor dem Turm zu machen. Ganz anders war es in den kleinen Gassen von Pisa, die sehr ruhig und nahezu frei von Touristen waren. Hier genossen wir leckeres Eis und schlenderten dann entlang des Flusses Arno. Das Wetter war traumhaft und warm. Zum Abschluss des wunderschönen Ausflugs haben wir noch alle gemeinsam in einem typisch italienischen Restaurant Pizza gegessen.

An unserer Unterkunft wieder angekommen, hatten unsere Lehrer noch eine besondere Überraschung für uns parat. Wir durften die verbleibenden Stunden bis zum Abendessen am Stand verbringen. Nach einem kurzen Fußmarsch durch den Wald, konnten wir schon barfuß durch den warmen Sand laufen und auch endlich das Meer sehen. Manche Schüler sind ins Wasser gegangen, andere haben sich lieber am Strand gesonnt oder sind spazieren gegangen. Die Zeit verging wie im Flug.

Am vierten Tag ging es in Richtung Hafen. Von dort aus starteten wir mit dem Schiff auf zur „Fünf-Städte-Küste“ Chinque Terre. Mit dem Boot sind wir nun eine Stadt nach der anderen angefahren. Aufgrund der kurzen Zeit konnten wir leider nur 3 der 5 Städte besichtigen. Wir haben nach Monterosso al Mare noch Porto Venere und Ligurien besucht. Jede Stadt hatte ihren eigenen Charme. Alle Städte sind jedoch für ihre bunten Häuser bekannt.

Mit unseren neuerworbenen Eindrücken und Einkäufen ging es vom Hafen aus zu unserem Campingplatz zurück. Nach dem Abendessen haben wir traurig unsere Koffer gepackt und anschließend den letzten Abend auf dem Campingplatz genossen.

Bereits sehr früh am nächsten Morgen mussten wir auch schon wieder die Heimreise antreten. Die Busfahrt war wieder sehr lustig und es wurde viel gelacht. Früher als gedacht sind wir alle wieder gesund und munter in Deutschland angekommen.

Ein großer Dank, für diese wirklich gelungene Abschlussfahrt, gilt den Lehrern die mitgefahren sind und dem Busfahrer der uns sicher in die Toskana und zurück gebracht hat.

In der Woche vom 22. bis 26.10. besuchten erstmals zwei Klassen der Realschule Zusmarshausen die Stadt Amsterdam. Untergebracht war unsere Reisegruppe im Jugendhostel Stayokay Zeeburg. Unter Berücksichtung der bildungspolitischen Ziele unserer Studienfahrt wurde ein Programm erstellt, das unseren Schülern unter anderem kulturelle, sprachliche und naturwissenschaftliche Eindrücke vermitteln sollte:

Montag: Anreise nach Amsterdam mit dem Bus, Bezug der Unterkunft

Dienstag: Amsterdam Dungeon (in englischer Sprache), Grachtenrundfahrt

Mittwoch: Ausflug zum Strand in Zandvoort aan Zee, Dünenwanderung

Donnerstag: Ausflug nach Harlem; Rijksmuseum (Kunstmuseum); Hard Rock Cafe

Freitag: Check-Out, Rückfahrt nach Zusmarshausen

Und hier die Eindrücke der Schülerinnen und Schüler der 10 f:

Am 22. Oktober fuhren die Klassen 10 f und 10 g nach Amsterdam. 05:00 Uhr morgens, ein gequälter Anfang, müde Gesichter gähnten uns entgegen. Wir fuhren um 06:00 Uhr los. Es ging los und alle waren nervös. Das war eine lange, aber schöne Busfahrt. Die Fahrt war „lol“. Wir haben einen schönen Film angeschaut. Als wir abends an unserer Unterkunft angekommen waren, durften wir noch eine kleine Runde um den Block laufen und waren total fasziniert, als wir am ersten Coffee-Shop vorbei liefen.

Als wir in Amsterdam ankamen wurden die Zimmer aufgeteilt. Unser Hostel war sehr schön, aber unser Zimmer war sehr dunkel. Das Essen war gut, die Betten waren gut, die Stimmung war sehr gut. Auf manchen Zimmern hat es oft Beef gegeben. Am Abend hatten wir zusammen viel Spaß. Jeden Abend trafen wir uns auf einem Zimmer und redeten. Nachts haben wir uns alle heimlich in einem Zimmer getroffen. Das war lustig. Wir haben immer Wahrheit oder Pflicht gespielt.

Die meisten von uns waren während der Abschlussfahrt ziemlich gut drauf. Wir durften alleine durch die Stadt laufen und alles besichtigen. Ganz schön viele Coffee Shops! An jeder Ecke hat es nach Gras gerochen. Alle waren sehr chillig, da jeder Fußgänger stoned war. Den Nachmittag haben wir mit Shoppen und einem Stadterkundungsspiel verbracht.

Wir haben viele schöne Ausflüge gemacht. Wir sind viel Bus gefahren. Manchmal mussten wir sehr, sehr viel laufen. Wir haben sehr viele schöne Orte gesehen und viele tolle Sachen erlebt. Es war schön. Wir haben uns sogar mit unserer Feind-Klasse verstanden.

Die Lehrer hatten besonders viel Spass. Das Bier war lecker.

Unsere Abschlussfahrt hat uns insgesamt sehr gut gefallen und es wird uns auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

Aussagen von Schülern der Klasse 10 f,

zusammengesetzt vom Klassenleiter

… und hier die Eindrücke der Schüler/innen der 10 g:

(mit Anmerkungen von Frau Ostrop)

Fahrt: anstrengend; stickige Luft; sehr strenger Busfahrer mit schlechtem Musikgeschmack und noch schlechterer Orientierung

Hostel: schöne Zimmer, teilweise auf 2 Ebenen mit eigenem Bad und Dusche; teilweise etwas eng. (Was ggf. an der Ordnung gelegen haben könnte.)

Essen: geteilte Meinung: von schlecht, über mittelmäßig bis super

Dienstag: die ganze Stadt riecht nach „Gras“ (Ist den Lehrern gar nicht so aufgefallen, was ggf. am bereits nachlassenden Geruchssinn gelegen haben könnte.); pure Angst im Dungeon; gefährliche Radfahrer

Mittwoch: Sch… Wetter; viele Hirsche; viel zu viel laufen

Donnerstag: unnötiger Ausflug (wieso unnötig???) Reichsmuseum war Bombe (wenn da mal nicht Ironie im Spiel ist); leckeres Essen

Rückfahrt: witzig; endlich wieder daheim

Fazit: lehrreich (das möchten die Lehrer hören); gute Stimmung; gute Lehrerstimmung (stimmt!!!); es war super, dass wir so viel Freizeit hatten.

Aussagen der Schüler der Klasse 10 g,

kommentiert von der Klassenleiterin

Und wieder einmal ist es soweit. Die Schule beginnt und die Fahrten rücken näher: England, Skilager, Besinnungstage, … und wohin geht es für uns? Die 10. Klasse erreicht, teils mit Müh und Not, teils aus dem Ärmel geschüttelt, und dann steht man da und rätselt, wohin es auf der finalen Fahrt gehen soll. Wir stimmten ab. An den Strand, in unsere begehrte Großstadt Berlin, nach Amsterdam oder vielleicht doch die Anker lichten und in See stechen?

„Ey, ey Käpt‘n!“ So kam es, dass wir am Wochenende des 19. Oktober wie wild zu packen begannen. Aber was benötigt man alles auf einem Segeltörn? Sonnenbrille und Bikini oder doch lieber Anker und Rettungsweste? Unsere Rettung war schließlich Frau Weiser. Organisatorisch war bereits alles unter Dach und Fach, wir bekamen sogar eine Packliste und konnten am Sonntagmorgen gegen 08:00 Uhr, gemeinsam mit der 10 d, nach Holland aufbrechen.

Trotz einer unterhaltsamen Fahrt waren wir alle froh, nach zwölf Stunden endlich den Hafen von Harlingen erreicht zu haben. Als wir unser Boot, die „Tsjerk Hiddes“ zum ersten Mal sahen, konnten wir uns vor Vorfreude kaum noch bremsen: ein großer Dreimaster!

Wir bezogen unsere Kajüten und trafen uns mit unserem Skipper Miguel. Seine erste Regel lautete: „ Ich bin der Boss, danach kommt lange nichts, dann kommt Anja, danach kommt wieder lange nichts und dann kommt ihr. — Und danach kommt nochmal lange nichts und erst dann die Lehrer!“ So schaffte er es, sich in weniger als einer Minute bei 26 Schülern beliebt zu machen! Natürlich gab es dann noch weitere Anweisungen und wir hatten nach dem Abendessen den Rest des Abends zur freien Verfügung. Am nächsten Tag gab es ein erstes Highlight: Wir lernten unsere lebhafte und aufgeweckte Matrosin Anja kennen, die uns die wichtigsten Seemannsknoten zeigte und uns auch gleich für die unterschiedlichsten Aufgaben beim Segeln beanspruchte. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Nachdem wir auf offener See waren und zu Zwanzigst die jeweiligen Segel gesetzt hatten, lagen wir wie die Sardinen auf dem Deck des Schiffes, genossen die warme Sonne, das beruhigende Schaukeln und halfen Anja, wenn etwas anstand.

So kamen wir entspannt auf der Insel Texel an. Den darauffolgenden Tag konnten wir wegen eines starken Sturms nicht segeln. Aber der Sturm und das dementsprechende Wetter hielten Frau Weiser und Herrn Baur nicht davon ab, für alle Fahrräder zu mieten und sich mit teilweise lauthals schimpfenden Schülern gegen den Wind zu stemmen und zu einer zehn Kilometer entfernten Robbenaufzuchtstation zu radeln.

Natürlich wurde auf der Fahrt der ein oder andere Unfug getrieben, sei es den Fahrradschlüssel eines Klassenkameraden abzuziehen, so dass das Rad abgesperrt war, oder mit der ganzen Meute durch unpassende Situationen zu radeln!

Die Fahrt ins „Ecomare“, die interessante Ausstellung und die vielen putzigen Tiere, wie Robben oder Schweinswale, waren die Anstrengung auf jeden Fall wert.

Nachdem wir nun schon die Gelegenheit hatten, spazierten wir auch noch zum Meer, und zwar auf der windzugewandten, stürmischen Seite. Und hier soll es tatsächlich vorgekommen sein, dass 10. Klässler nicht wissen, dass man nicht in Richtung der Welle laufen soll, wenn man vorhat, trocken zu bleiben! Man merkt, wir hatten alle unseren Spaß! Auch abends hatten wir viele Freiheiten, es sprach nichts gegen einen Spaziergang in den Ort oder am Hafen oder eine Runde „Wahrheit oder Pflicht“. Poker und andere Gemeinschaftsspiele hielten einen Großteil auf dem Schiff. Wie jeden Tag gab es echtes (selbstgekochtes!) Essen und es wurde das ein oder andere versteckte Talent entdeckt.

Diese Fahrt war Entspannung pur und wir hätten keine bessere Fahrt wählen können. Es gab keinen auf die Sekunde durchgetakteten Zeitplan – ganz im Gegenteil Segeln, die Spiele und auch die vergeblichen Versuche, etwas zu angeln haben uns enorm zusammengeschweißt und mehr als Spaß gemacht!

Laura Seiring, 10 a

Ines Weiser