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Englandfahrt

Die Fahrt nach England in der 8. Klasse

Den folgenden Bericht haben Schülerinnen der 8. Klasse nach ihrer einwöchigen Studienfahrt nach England verfasst.

Eine Woche noch,… drei Tage noch,… zehn Stunden noch… So wurde der Countdown bis zur Abfahrt der beiden Busse herunter gezählt, denn alle hatten nur noch die Klassenfahrt zur (noch) geheimnisvollen und für uns unerforschten Insel, England, im Kopf. 3 – 2 –  1…0 hieß es dann am Sonntag in Zusmarshausen an der Bushaltestelle. Fast pünktlich rollten die Busse endlich um 04:00 Uhr los.

Auf der Fahrt ging´s dann lustig zu und es wurde gelacht, gesungen und auch ein bisschen geschlafen. Ebenfalls mit an Bord waren die Lehrerinnen Frau Katschinsky, Frau Wilk, Frau Pausch und Frau Pötschan und um die Männerquote aufrecht zu erhalten Herr Peetz und Herr Mayr. Jeweils zwei Stunden wurde im Bus gesessen und dann ein kleiner Stopp an einem Rastplatz zum Beine vertreten und zum Toilettengang gemacht. Manchmal verging die Zeit wie im Schneckentempo und ein andermal wie ein Formel-1-Flitzer auf der Rennstrecke. Schließlich fuhren wir durch Belgien nach Frankreich um an Bord der Fähre um 17:55 Uhr in Calais abzulegen. Mit dem Handy oder Fotoapparat bewaffnet, legten wir mit viel Blitzlichtgewitter am Hafen ab, denn jeder knipste noch schnell ein Selfie vom letzten bisschen Festland. Festen Boden gab´s erst wieder nach 1 ½ Stunden zu sehen. Hier schipperten wir dann in den englischen Hafen in Dover ein. Zurück im bisher einzigen Bekannten auf dieser Insel, dem Bus, ging´s dann das letzte Stück zu unseren Gasteltern nach Hastings oder Eastborn. Auf dem Weg, flankiert von riesigen Schafsherden, stieg die Neugierde regelrecht fast bis zum Siedepunkt. Denn Keiner wusste wie (toll) es in diesem nahezu fremden Land werden würde. Aufgeregt wurden wir an der Bushaltestelle dann von unseren „Eltern“ abgeholt. In unserem „zu Hause“ für die nächste Woche wurde meist noch etwas gegessen und alles „erforscht“.
Am Montagmorgen trafen wir uns dann an den jeweiligen Haltestellen, die wir von unserer Familie gezeigt bekamen. Der Bus klapperte langsam alle Stopps ab bis Jeder eingesammelt war. Auf dem Programm stand jetzt der „Jack-in-the-Green-Umzug“ in einem anderen Teil von Hastings. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir hier die wortwörtlich „grüne“ Parade. Ähnlich wie bei „unserem“ Fasching zogen grasgrüne Gestalten in heiterem Treiben durch die Gassen, vorbei an fröhlichen Gesichtern. Mit ihren rhythmischen Trommelschlägen feierten so die Bewohner von Hastings den Beginn der warmen Sommerzeit und das Ende des immer sehr nassen Winters. Nach dem Umzug war leider nicht mehr viel Zeit zum Bummeln, denn auf dem Plan stand jetzt: Küstenwanderung. Unser Ausflug hätte in jede Natur-Doku gepasst und die Bilder und Selfies auf jede Postkarte, denn das Meer und die Klippen waren einfach atemberaubend (hoch:). Der „Spaziergang“ war dann schon Mal ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag.
Wie schon angedeutet wurde am Dienstag wieder gelaufen und zwar in der Metropole London. Unser Bett musste heute deshalb eine halbe Stunde früher von uns Abschied nehmen, weil wir uns leider nicht an unser heutiges Ziel beamen konnten. Nach unserer täglichen „Schüler-Einsammel-Rundfahrt“ düsten wir direkt nach Greenwich, einem Teil der Hauptstadt Englands. Hier konnten wir einen tollen Blick auf London erhaschen. Getoppt wurde die Aussicht jedoch auf dem oberen Deck des kleinen Touristen-Schiffs der Themse. Während dieser kleinen und etwas windigen Bootstour wurden Sehenswürdigkeiten wie das London-Eye, der Tower of London, Houses of Parliament, usw. fast auf dem Silbertablett serviert. Der krönende Star der Fahrt war jedoch die berühmte Tower-Bridge. Trotz verstrubelter Frisuren (Fahrtwind) kamen hier die Selfie-Stöcke zur Genüge zum Einsatz. Wieder auf trockenem Boden hieß es dann Sightseeing pur und zwar in Gruppen zwischen drei bis sechs Achtklässlern. Angesteuert wurde nun der Big Ben mit den Houses of Parliament, die Hochzeitskirche von William und Kate, dem Westminster Abbey und der siebenstöckige Spielwarenladen, Hamleys, wohlgemerkt das Paradies einer Menge Kinder. Um den jeweiligen Besuch für die misstrauischen Lehrer festzuhalten, sollte ein Foto der Sehenswürdigkeit und aller Gruppenmitglieder geschossen werden. Auf dem Weg wurde dann noch eine typische rote Telefonzelle, ein schwarzes Taxi oder ein Doppeldeckerbus abgelichtet. Mit dem Stadtplan in der Rechten und dem Fotoapparat in der Linken marschierten wir also los. In der Hoffnung, dass sich niemand verirrte, wurden wir um 19:30 Uhr am Treffpunkt „Cleopatra´s Needle“ wieder vollzählig erwartet. Im Großen und Ganzen hat alles recht gut geklappt. Bei der Verständigung wären vielleicht so manchem Lehrer die Haare zu Berge gestanden, jedoch hat es gereicht, um sich den (einigermaßen) richtigen Weg durch das Metropolengetümmel zu bahnen. Gegen 21:30 Uhr fuhren wir in Hastings ein und waren unseren Betten dann schon bald ganz nahe, denn lange Zeit zum Ausschlafen würde am nächsten Tag nicht bleiben.

Am Mittwoch sollte der Bus bereits um 7:30 Uhr bei der Haltestelle anrollen, wegen eines Fauxpas der Reiseleitung kam der Bus dann aber erst gegen 8:00 UhrL. Am dritten Tag besuchten wir den Royal Pavilion, ein Palast, der komplett im indischen und chinesischen Stil gestaltet war. Mit einer Art digitalem Museumsbegleiter ausgestattet, durfte jeder auf eigene Faust die beeindruckenden Säle und Gemächer erkunden. Ein etwas anderes Schloss bekamen wir danach in Canterbury zu sehen. Das Canterbury Castle liegt idyllisch in einer wunderschönen Gartenanlage, in der man sich gleich wie ein Burgfräulein im Mittelalter fühlte. Pünktlich zum „Tea“ waren wir dann auch schon wieder bei unseren Familien und der Rest des Abends wurde dann noch ein bisschen gechillt. Denn die Energie würden wir am nächsten Tag sicher brauchen.
Am Vorletzten Tag war wieder Treffpunkt um 7:30 Uhr an der Bushaltestelle (denn unser Bus konnten nach wie vor nicht beamen oder fliegen). Schnell noch alle Schüler aufgepickt und auf nach London. Dieses Mal sahen wir die Hauptstadt Englands mal aus einem anderen Blickwinkel und zwar von unten, denn nach der Underground-Fahrt stand heute ein Besuch im Wachsfigurenkabinett, Madame Tussaud´s, an. Im Englisch-Unterricht haben wir schon einiges darüber erfahren, aber „wirklich“ mal neben der Queen zu stehen oder Barack Obama und Angela Merkel die Hand zu schütteln ist dann doch etwas ganz Anderes. Viel zu früh wieder draußen aus der Welt der Berühmten, Schönen und Reichen, blieb noch ein bisschen Zeit für die Lieblingsbeschäftigung (fast) aller Frauen: das Shoppen. 17:30 Uhr war dann wieder Underground-Time. Zurück zu unseren „Eltern“ kamen wir wieder wie am Dienstag zur selben Zeit: etwas müde aber zufrieden.
Freitags liefen wir mit gequetschten Koffern beim Bus ein und von da aus folgte dann ein kleiner Spaziergang Richtung Küste. Ein bisschen Schule musste wohl sein, also drückten wir vormittags die Schulbank und „verbesserten“ unsere Englischkenntnisse, hoffentlich auch zur Freude der EnglischlehrerJ.  Das Laufen blieb uns jedoch auch am letzten Tag nicht erspart so marschierten wir zu den Schmugglerhöhlen von Hastings, die wie ein kleines Museum aufgebaut waren, jedoch mitten im Felsen. In den dunklen Gewölben unter Hastings hauste der Geist eines berühmten Schmugglers, der uns viel über diese Zeit in England zu erzählen hatte. Zum finalen Abschluss besuchten wir noch das Hastings Castle, doch leider nicht ganz trockenen Fußes. Dort erfuhren wir etwas mehr über die Entstehung und Entdeckung dieser jetzigen Ruine in einem kurzen Film.

Das letzte Mal konnte man auf dem Rückweg zum Bus Ärmelkanalluft schnuppern, denn dann ging´s auch schon Richtung Dover. Gegen 21:00 Uhr hieß es endgültig „Tschüss England“, weil wir nun die Fähre bestiegen. Da es in England keine Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit gibt, spielten wir rosaroter Panter und drehten die Uhr während der Fährfahrt wieder auf deutsche Zeit. Nach gut zwei Stunden hatten wir schon wieder Festland unter den Füßen und machten uns auf den Weg nach Hause. Die Lehrer wollten auch ihren (Schönheits-) Schlaf, also war Schlafen/ Ruhe bis 9:00 Uhr angesagt. Die Rückfahrt verging wie die Hinfahrt mal schnell und manchmal eher wie in Zeitlupe, aber das waren wir ja schon gewöhnt. So liefen wir pünktlich um 12:30 Uhr in Zusmarshausen ein und wurden von unseren Eltern, die eine Woche auf uns verzichten mussten, abgeholt. Unsere Eltern bekamen nun eine super tolle Geschichte erzählt. Und ohne unsere Lehrer hätten wir sie sicher nicht erlebt, also ein herzliches Dankeschön auch an die Lehrer und ein Hoch auf unsere Busfahrer, die uns heil wieder nach Hause gebracht haben!