Mitte März diesen Schuljahres unternahm die Fachschaft Physik mit allen Zehntklässlern eine spannende Exkursion zum Lechmuseum nach Langweid. Im Wasserkraftwerk konnten alle Schülerinnen und Schüler direkt in die stillgelegte Turbine des Wasserkraftwerks einsteigen und sich von den gewaltigen Ausmaßen der Fallrohre durch die bis zu 20000 Liter Wasser pro Sekunde ca. 7 m in die Tiefe stürzen beeindrucken lassen. Auch über das Innenleben des riesigen Generators, der schließlich die 1600 PS (ca. 1200 kW) als elektrischen Energiestrom bereits 1907 bereitstellte staunten die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht. Natürlich war allen klar, warum im Generator gerade 20 Magnetpolpaare bei einer Drehzahl von 150 Umdrehungen pro Minute verbaut sind 😉 Direkt neben der historischen Anlage werkelten unüberhörbar die modernen Turbinen, die nun bei 125 m³/s Wasserdurchfluss eine Leistung von 10000 PS (ca. 7100 kW) abliefern. Unser Ingenieur von der LEW führte uns aber auch in den Außenbereich zu den Hochspannungstransformatoren wie wir sie bisher nur als Modellexperiment oder in Anwendungsaufgaben aus dem Unterricht kannten. Interaktiv wurde uns aber nicht nur die Versorgung der Haushalte mit regenerativer Wasserkraft und Übertragung elektrischer Energie mithilfe von Fernleitungen nähergebracht auch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unserer Lech-Region stand im Mittelpunkt unseres Besuches. Insgesamt 28 Wasserkraftwerke betreibt die LEW am Lech – einem der „steilsten“ Flüsse mit über 1000 m Gefälle – und spart somit für uns und unsere Zukunft rund 750000 Tonnen CO2 ein und das Jahr für Jahr.

Marcus Baur

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