Betriebserkundung der Klasse 9a(I) bei der MAN Energy Solutions SE

Passend zum Besuch der Firmen-Vetretung beim diesjährigen Berufsinfoabend wollten die naturwissenschaftlich-technischen interessierten Schülerinnen und Schüler der 9a nun am 28.11.18 die ehemalige MAN Diesel & Turbo SE „live“ erleben. Zusammen mit ihren begleitenden Lehrkräften Frau Volk und Herr Baur wurde die Klasse am Werkstor bereits vom Ausbildungskoordinator der größten technischen Ausbildungseinrichtung in Schwaben, Herr Kopp, in Empfang genommen. Im Schulungsraum erfuhren wir, dass die jährlich ca. 100 neuen Azubis, später nicht nur als Anlagen-, Industrie-, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Modellbauer oder Werkstoffprüfer bei der MAN bzw. ihrem künftigen Fusionspartner, der Renk AG, zum Einsatz kommen, sondern auch als Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann/-frau oder Koch/Köchin gebraucht werden. Mit Ausnahme des Gießereimechanikers freut sich der Ausbilder dabei über durchschnittlich rund 10% weibliche Absolventen. Nahezu alle Azubis wurden in der Vergangenheit „übernommen“. Auch duale Studiengänge in Wirtschaftsinfomatik, Maschinenbau, Mechatronik und BWL sind beim weltweit führenden Anbieter von Großdieselmotoren und Turbomaschinen für maritime und stationäre Anwendungen möglich. Da die 14400 Mitarbeiter an rund 100 Standorten rundum den Globus für die Kunden ihren „PrimeServ“ also die lebenslange Wartung ihrer Motoren, Turbinen und Kompressoren über bis zu 50 Jahre lang anbieten, müssen alle gute Sprachfertigkeiten in Englisch aufweisen können. In der Fertigungshalle – gerade als wir den Motor des VW Up (60 PS) mit dem Motor des Audi R8 V12 TDI Le Mans (500 PS) und einem 600 PS starken LKW-Reihensechszylinder verglichen – mussten wir Platz machen für einen Luftkissengleiter, der einen 250 Tonnen schweren Schiffsmotor lautlos an uns vorbeischweben ließ – erstaunlich. Schlappe 2,5 Mio. Euro kostet so ein 7000 kW (9520 PS) leistender „V18 Viertakter“ – kein Schnäppchen, oder? All diese beeindruckenden Zahlen schwirrten auch beim Genuss unseres leckeren Putenschnitzels – natürlich auch in Übergröße – noch durch den Kopf. Nach einer kleinen abschließenden Fragerunde ging es zurück zur Schule – allerdings in einem Setra-Bus mit MercedesBenz-Motor. Aber bei unserer nächsten Kreuzfahrt 😉 stehen die Chancen zumindest bei mehr als „Fifty Fifty“, dass da wenigstens ein MAN-Motor werkelt.

Herr Baur

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